Business Ethics wird messbar

Dr. Uli Vogel Potenzialanalysen & Persönlichkeitsprofile, Top Topics 9 Comments

Dreidimensionales Screening auf wertewissenschaftlicher Basis durch profilingvalues und profilingbrands misst objektiv den Nutzen ethischer Unternehmenskultur.

Business Ethics entwickelt sich zu einem großen Trend in der Wirtschaft. Viele Manager ließen sich bisher aufgrund fehlender Messbarkeit von dieser Entwicklung abhalten. Profilingvalues und profilingbrands machen das Messen der Vorzüge ethischen Handelns sichtbar. Beide Verfahren arbeiten auf Basis der wertewissenschaftlichen Arbeit des nobelpreisnominierten Forschers Robert S. Hartman. Durch das Zusammenspiel beider Verfahren werden die „inneren Werte“ von Menschen und von Unternehmen gemeinsam durchleuchtet. Somit sind die Erfolge und der große Wert ethischer Unternehmenskulturen erstmals objektiv in den drei Dimensionen intrinsisch, extrinsisch und systemisch messbar.

Jährlich gehen Wirtschaft und Gesellschaft durch unethisches Verhalten viele Milliarden Euro verloren. Dabei haben ethisch entwickelte Unternehmen einen unschätzbaren Wettbewerbsvorteil. Ethik ist der zukünftige Produktivitätshebel schlechthin“, sagt Dr. Uli Vogel. Der Geschäftsführer von profilingvalues und profilingbrands wendet die Methode zur Messung der „inneren Werte“ von Menschen an. Mit einem kurzen Onlineverfahren erhalten Unternehmen und Menschen eine aktuelle Analyse ihrer momentanen Stärken und Schwächen. Als nicht manipulierbares Verfahren liefert profilingvalues absolut objektive Ergebnisse. Basierend auf der Erkenntnis, dass ein Unternehmen seinen Wert aus der Vielfalt der beschäftigten Menschen bildet, wurde profilingbrands entwickelt. Dieses Äquivalent zu profilingvalues misst den Wert einer Marke auf Basis wertewissenschaftlicher Forschungen. Zusammengenommen bilden die beiden Verfahren die Wertesysteme von Mitarbeitern und Organisationen zuverlässig ab.

Ethische Werte in drei Dimensionen messen

„Ein erfüllter Mensch verwirklicht sein einzigartiges Konzept und ist ein guter Mensch. Diese Erkenntnis kann auch auf Unternehmen abgeleitet werden. Deshalb ist ein Unternehmen, das aus guten Menschen besteht, moralisch stark und erfolgreich“, beschreibt Uli Vogel. Profilingvalues und profilingbrands zählen zu den psychometrischen Verfahren, die seit Jahren vermehrt bei der Analyse in der Personal- und Organisationsentwicklung sowie im Recruiting eingesetzt werden. Die Probanden ordnen vier Mal 18 Aussagen in Rangreihen. Anschließend werden die Ergebnisse mathematisch ausgewertet. Das dreidimensionale Screening der beiden Verfahren liefert dabei intrinsische, extrinsische und systemische Ergebnisse. Zusammengeführt ergeben diese in zwei unterschiedliche Verfahren aufgeteilten drei Wertedimensionen eine einzigartige Grundlage für die Weiterentwicklung von Unternehmen und Menschen. So eröffnet das Screening persönliche Potenziale ebenso, wie strategische Optionen für den Erfolg von Unternehmen. In diesem Zusammenspiel liegen die entscheidenden Informationen, die im Rahmen des globalen Trends von Business Ethics weiterführende Ergebnisse liefern.

Comments 9

  1. Felix Wiesner

    Was bitte ist ein „erfüllter Mensch“, der sein „einzigartiges Konzept“ verwirklicht? In meinem Unternehmen bitte nur nach vollständiger Abstimmung der Vorgehensweisen und Inhalte, die im Einklang mit den vorgesehenen Prozessen stehen. Ich kenne solche inbrünstig leeren, aber glühenden Glaubenssätze nur von amerkanischen Predigern, aber nicht aus Unternehmen.

  2. Post
    Author
    Dr. Uli Vogel

    Sehr geehrter Herr Wiesner,
    vielen Dank für Ihren Kommentar!
    Beim vermuteten amerikanischen Wanderprediger handelt es sich um den 1910 in Berlin geborenen deutschen Wissenschaftler Robert S. Hartman, der Jura, Ökonomie, Politikwissenschaft und Philosophie studiert hat, sieben Sprachen beherrschte und in vieren publizierte. Er arbeitete nicht nur als Professor in verschiedenen Ländern, darunter auch die USA, sondern war auch im Geschäftsleben sehr erfolgreich, u.a. in leitenden Funktionen bei Walt Disney. Der Begriff des „Erfüllt-Sein“ von Etwas ist nicht nur in der Psychologie von Bedeutung. Mittlerweile ist in der Wirtschaft nachgewiesen, dass die Menschen in ihrem Tun deutlich erfolgreicher sind, wenn sie es gerne tun. Und das geht über das faktische Können hinaus. Wer von dem erfüllt ist, was er tut, der leistet mehr in kürzerer Zeit in höherer Qualität und verschleißt sich selbst dabei deutlich weniger – auch insofern ein bedeutender Produktivitätshebel. Es steht auch gar nicht im Widerspruch mit dem Einhalten von Prozessen und Strukturen. Dass jeder Mensch eine Singularität in Zeit und Raum darstellt mit einzigartigem genetischen Code ist für Wirtschaft und Gesellschaft enorm wichtig. Schließlich hat jeder seine eigene Realität, was letztlich bereichernd wirkt. Eine Abstimmung von Vorgehensweisen steht dem nicht entgegen. Allerdings erhebt der vorherige Kommentar die genannten systemischen Werte zum höchsten Prinzip. Und das ist aus wertewissenschaftlicher Sicht bedenklich bzw. verkennt die wirklichen Verhältnismäßigkeiten. Schließlich sind die Unternehmen für die Menschen da – und nicht die Menschen für die Unternehmen!

    Herzliche Grüße
    Uli Vogel

  3. Felix Wiesner

    Niemand will in Abrede stellen, dass Herr Hartman gebildet war und eine Karriere gemacht hat. Das haben andere auch. Liest man auf den amerikanischen Webseiten. bekommt man den Eindruck, dass Herr Hartman eine erz-christiliche Weltanschauung und Religion fördert.

    Die dem Behaviourismus zuzuordnende „Theorie der positiven Verstärkung“ ist ihm jedoch nicht zuzuschreiben. Über die Bedeutung dieser von Holland und Skinner beschriebenen Zusammenhänge zwischen Spaß, Leistung und Erfolg sind wir uns noch einig. Ich habe auch keinerlei Problem damit, jedem Menschen Individualität und eine persönliche Erfolgsstrategie zuzusprechen.
    Allerdings behaupte ich, dass die Arbeitsteilung innerhalb eines Unternehmens auf einem System beruht, dass primär die Ziele des Unternehmens verfolgt. Um Individuen in diesen Kontext sinnvoll einzubetten, brauchen Sie hingegen ein klares fachliches und persönliches ANFORDERUNGSPROFIL für die Position, wie die zu wenig beachtete DIN 33430 fordert. Werte-Träger können in diesem Zusammenhang schnell zu Seilschaften und Organisationen in der Organisation werden.
    Wir wissen heute, dass Psychopathen enorme Bindungskräfte haben können, oder dass Medikamente, die die Wirkung Serotonin im Hirn verstärken, empatische Gefühle verstärken.
    Anreize und Wahrnehmungen steuern die Zielrichtung und Geld gehört da im wirtschaftlichen Umfeld irgendwie systemimmanent als wichtige Komponente dazu. Blenden Sie es aus, treten andere Ziele in den Vordergrund. Wenn Sie das so wollen, müssen Sie das sagen. Das glaube ich aber nicht – sie nehmen es nur „in Kauf“.

    Für viele Unternehmer kommt die m.E. bedenkliche Klassifizierung in wertvolle und nicht wertvolle Menschen kaum in Frage. Ein ideologischer dogmatischer Anspruch, der Gutmenschen definiert, lässt sich aus den möglicherweise traumatischen Erlebnissen von Herrn Hartmann sicherlich erklären, jedoch nicht in die heutige Zeit übertragen, in denen täglich die unterschiedlichsten Kultur- und Werteträger kollaborativ zusammen arbeiten müssen.

  4. Prof. Dr. Bernd Schichold

    Spannende Diskussion.
    Wenn etwa gemessen wird, stellt sich immer auch die Frage nach dem Sollobjekt. Wogegen wird gemessen? Was ist der Maßstab? Aus meiner praktischen Arbeit weiß ich, das es in Bezug auf das Sollobjekt sehr wohl Unterschiede gibt. Das hängt stark von dem kulturellem Umfeld ab. In Südafrika verstehen die Leute Business Ethics anders als in Kanada oder bei uns.

  5. Post
    Author
    Dr. Uli Vogel

    @Felix Wiesner
    Es ging mir nicht darum, Hartman die Theorie der positiven Verstärkung zuzuschreiben. Es ergibt sich lediglich aus seiner Theorie, dass dies eine logische Folge ist. Robert S. Hartman ist 1973 gestorben in dem Jahr, als er für den Nobelpreis nominiert war. Das Robert S. Hartman Institute wurde 1977 gegründet von Freunden und Begleitern. Wer die europäische Website des Instituts sieht (www.hartmaninstitute.eu ) kann sich schnell ein Bild machen. Mir ist der Grund nicht bekannt, warum Hartman eine „erz-christliche Weltanschauung“ unterstellt wird. Wer jedoch seine Biographie kennt weiß, dass er jeglicher „alleinigen“ Wahrheit, sei es durch Religion oder Philosophie, entschieden widersprochen hat. Sein Vater war Jude, seine leibliche Mutter katholisch, seine Stiefmutter lutheranisch. Seine wertewissenschaftliche Grundlage ist mit allen monotheistischen Weltreligionen vereinbar und auch mit allen Staatssystemen, in denen der Mensch die höchste Priorität genießt. Das sehe ich für jede andere Organisationsform analog, also auch für Unternehmen. Das schließt ja in keiner Weise aus, dass wir es mit kollaborativen Notwendigkeiten zu tun haben. In der heutigen Komplexität ist das selbstverständlich unabdingbar. Hartman war seiner Zeit voraus. Ich konnte Tonbandaufnahmen von Beratungsseminaren aus den 50er und 60er Jahren aus den Archiven in den USA auf MP3-file extrahieren, die Hartman mit dem Top-Management von General Electric oder Nationwide Insurance abgehalten hat. Hier kann heute jeder Berater noch etwas lernen und wird feststellen, dass dies mit schwülstigen Begriffen oder fanatischen Weltanschauungen nicht das Geringste zu tun hat. Jedes Mitglied des Robert S. Hartman Instituts bekommt über die „members only“ Website Zugang zu diesen Dateien und zu zahlreichen weiteren Materialien wie Manuskripten, Fotos und Dokumenten. Ich stimme völlig zu, dass es um die Passung der Person zu den Anforderungen geht. Ohne das funktioniert kein Unternehmen, und in meiner fünfzehnjährigen Beratungstätigkeit im Human Resources Bereich begegne ich dieser Herausforderung natürlich täglich. Deshalb gibt es ja auch eine Anforderungsprofilfunktion, die eine Projektion des Hartman Value Profile auf die tatsächlichen beruflichen Anforderungen erlaubt. Eine persönliche Erfolgsstrategie kann eben auch sein, dass sich jemand ganz bewusst gegen ein Unternehmen entscheidet, weil es nicht zu ihm oder ihr passt. Die Gründe sind hier mannigfaltig und häufig auch im Bereich der Kultur angesiedelt, worauf der letzte Kommentar sehr richtig abzielt. Max Weber hat einmal treffend formuliert: „Kultur ist ein großer Fluss in unserem Bewusstsein. Aber die Quelle dieses Stroms liegt außerhalb des eigenen Bewusstseins“. Die Formal-Definition von „gut“, die Robert S. Hartman formulierte, hat nichts mit irgendeinem Gutmenschentum zu tun. Ich verstehe daher auch nicht die heftigen Äußerungen. Mir geht es um die richtige Balance der Werte-Dimensionen. Das Menschliche ist stets wertvoller als das Praktisch-Gegenständliche, was wiederum wertvoller ist als das Prinzipielle. Nun bin ich selbst seit einiger Zeit Unternehmer und spüre die Verantwortung. Ich ziehe aus der Einzigartigkeit meiner Mitarbeiter einen enormen Nutzen. Dass ich hier klassifizieren würde in wertvoll und weniger wertvoll, ist absurd. Sachlich führe ich die Diskussion gerne weiter. Die polemische Art Ihrer Äußerungen verdirbt mir jedoch die Lust am Diskurs. Und es ist schade, dass hier schnelle Verunglimpfungen stattfinden, obwohl eine tiefere Auseinandersetzung mit der Thematik offensichtlich nicht stattgefunden hat. Insofern sprechen Ihre Kommentare für sich.

  6. Felix Wiesner

    Alarmiert wurde ich durch Ihre Worte, mit denen sie Ihr System beschreiben: „Ein erfüllter Mensch verwirklicht sein einzigartiges Konzept und ist ein guter Mensch. Diese Erkenntnis kann auch auf Unternehmen abgeleitet werden. Deshalb ist ein Unternehmen, das aus guten Menschen besteht, moralisch stark und erfolgreich“. Gut ergibt sich durch böse oder schlecht, wertvoll aus Kriterien, die den Kontrast zu wertlos beschreiben. Ich habe nur eine schwache Vorstellung von dem, was andere als richtig und falsch empfinden. Die Vorstellung, dies auf die Werte eines Mitarbeiters zu beziehen, der ein Resultat erarbeiten soll, erscheint mir zumindest mal fragwürdig. Dr. Schichold fragt mit Recht nach der Bezugsgröße. Als Coach führe ich Menschen zu ihren eigenen Beweggründen für ihr Handeln und eröffne neue Perspektiven, die dann vor dem Wertesystem meines Coachees zu neuen Handlungsmustern werden können. Die Vorstellung, eine Sichtweise zu be- oder verurteilen ist damit m.E. nicht vereinbar. Eine Beurteilungsskala ist eine Effizienzsskala, eine Erfolgsskala, eine Geldskala, oder ein „Engagement Index“ (s. Gallup). Eine Werteskala in gut und schlecht, wertvoll oder nicht wertvoll ist m.E. kritisch. Was in dem einen Zusammenhang gut ist, kann in dem anderen Zusammenhang schlecht sein. Es kommt immer auf den eigenen Standpunkt an, wie ich ein Urteil finde. D. Kahneman (Schnelles denken, langsames Denken) erlaubt uns ja, über eine emotionales erstes Befinden nochmal nachzudenken und ein neues, fundierteres Urteil zu entwickeln.
    Es gibt ja derzeit eine wunderbare Speilwiese, wo wir an jedem Stammtisch und Managementboard kontrovers disktuieren: Die Ukraine-Krise und die Handlungsweisen der beteiligten Player. Die Manager von FrackingTechnologie Unternehmen werden das vollkommen anders beurteilen, als Anhänger von Friedensinitiativen. Da wird heftigst mit Werten operiert, ich kann viele Argumente beider Seiten verstehen, aber beurteilen kann ich das alles nicht. Es gibt zu viele Wahrheiten und Realitäten, weil es berechtigterweise ganz unterschiedliche Werte und Interessen gibt.
    Deswegen gibt es viele „erfüllte Menschen“ mit jeweils „einzigartigen Konzepten“, die aber vollkommen unterschdiedlich denken, fühlen, urteilen, handeln und Erfolg definieren und sich dann die Köppe einschlagen. Das mit Ihrem Anspruch in gut, schlecht oder wertvoll zu trennen, ist für mich nicht denkbar.

  7. Post
    Author
    Dr. Uli Vogel

    Lieber Herr Wiesner,
    ich verstehe Ihre Aufregung nicht. Gerne diskutiere ich sachlich, aber wenn durch meine Worte „Alarm“ ausgelöst wird und ich angeblich Menschen als „wertlos“ einstufe, dann vergeht mir die Lust. Sie zitieren mich zwar korrekt, jedoch legen Sie mir im Satz danach Worte in den Mund, die ich niemals geäußert habe. Ihre Folgerung aus meinem Zitat lautet (Zitat): „Gut ergibt sich durch böse oder schlecht, wertvoll aus Kriterien, die den Kontrast zu wertlos beschreiben.“ Dieser Auffassung bin ich überhaupt nicht. Das weise ich komplett zurück. Und insofern sind alle weiteren Ausführungen von Ihnen im letzten Kommentar nicht zutreffend, zumindest nicht auf Hartman oder meine Person. Eine Formaldefinition des Guten hat Robert S. Hartman in der gesamten Philosophiegeschichte als erster formuliert (1949): „Gut ist, was sein Konzept erfüllt“. Das heißt also, wenn wir etwas als „gut“ bezeichnen, dann führen wir eine logische Operation durch, wir vergleichen das zu beurteilende Objekt, z.B. einen Stuhl, mit dem in unserem Kopf bestehenden Konzept (von einem guten Stuhl) und überprüfen, ob das Objekt all die Eigenschaften hat, die sein Konzept vorsieht. Wenn also nach meinem Konzept eines Stuhles eine Sitzfläche, eine Lehne, eine selbststehende Struktur und etwa Kniehöhe diejenigen Eigenschaften sind, die ein guter Stuhl haben sollte, dann bezeichne ich ihn genau dann als einen solchen. Woher haben wir all diese Konzepte in unserem Kopf? Wir lernen sie von Kindesbeinen an. Hartmans Verdienst ist es, die grundsätzlichen Konzeptarten herausgearbeitet und auch mathematisch formuliert zu haben. Das sind die elementaren Wertedimensionen intrinsisch (menschlich), extrinsisch (gegenständlich) und systemisch (prinzipiell oder formal-ordnend). Und es gibt auch eine logische Wertehierarchie: Menschliches ist immer wertvoller als Gegenständliches, was immer wertvoller ist als Prinzipielles. Da können Sie vielleicht mit mir konform gehen. Wenn wir das umdrehen würden, dann sind wir nämlich in der Diktatur. Wenn wir das jetzt auf den Menschen anwenden – wohlgemerkt auf Singularitäten (!) -, dann ist derjenige ein guter Mensch, der sein Konzept erfüllt. Kann ich Ihnen sagen, was Ihr Konzept ist? Können Sie mir sagen, was mein Konzept ist? Natürlich nicht! Es ist wohl die schwierigste Aufgabe im Leben, das eigene einzigartige Konzept in sich zu finden und es dann auch noch zu leben. Das ist ja gerade das Besondere am Menschen, was seinen unendlichen Wert ausmacht: dass er seinen Sinn in sich selbst trägt. Das können Sie eben genau nicht in eine „Erfolgsskala“ packen oder direkt mit Geld messen. Sie machen es daher ja auch völlig richtig in der von Ihnen beschriebenen Coaching-Arbeit. Jemanden als „wertlos“ zu bezeichnen – nichts liegt mir ferner, und auch Hartman hätte entschieden widersprochen. Jeder Mensch hat unendlichen Wert, im Übrigen egal was er verbrochen hat. Das ist auch die Begründung für die Illegimität jeglicher Todesstrafe. Der Staat darf sich nicht dazu aufschwingen, ein Leben auszulöschen. Sie sehen, sie wenden ihre rationalen Begrifflichkeiten, die ja im richtigen Kontext ihre volle Berechtigung haben, auf etwas an, das so gar nicht geartet ist. Vielleicht beschäftigen Sie sich doch mit der Materie ein wenig genauer, bevor Sie mich in Bausch und Bogen verurteilen. Das würde auch der Sachlichkeit in der Diskussion durchaus dienlich sein.

  8. Felix Wiesner

    Ich glaube, ich versteh das wirklich gar nicht. Jetzt muss ich über „Konzept(e)“ und „Konzeptarten“ nachdenken, von denen die meisten vermutlich viele, auch widersprüchliche gleichzeitig verfolgen. Manchmal haben die in ihrer widersprüchlichen Unvereinbarkeit auch noch unterschiedliche Prioritäten und sind zudem für die einen grandios und für die anderen desaströs.
    Ich lass das und stelle fest, dass Sie weiter mit abstrakten Absolut-Statements und Bewertungen argumentieren, mit denen ich leider nichts anfangen kann (s.o.)

  9. Post
    Author
    Dr. Uli Vogel

    Lieber Herr Wiesner,
    es tut mir leid, dass Sie mich nicht verstehen. Mein Bestreben ist, mich verständlich zu machen. Es ist doch kein Problem, wenn der eine etwas als grandios empfindet und der andere als desaströs. Wenn einer gerne warm duscht, und der andere kalt, dann invalidiert das doch nicht die Temperaturmessung. So macht die unterschiedliche Empfindung bzw. Meinung auch nicht die Wertewissenschaft obsolet. Ansonsten wäre sie ja gerade so pauschal und absolut, wie sie vermutet haben. Es ist auch schwer, es Ihnen recht zu machen. Wenn ich wie anfangs kurz bin und auf den Punkt komme, dann bin ich ein schwülstiger Wanderprediger. Wenn ich diesem Eindruck entgegen wirke, und für Sie tiefer in die Materie einsteige, bezichtigen Sie mich der „Absolut-Statements“ (was immer das ist) oder der Praxisferne, wenn ich Ihre Formulierungen richtig deute. Zugegeben, es ist komplex. Man muss sich also ein wenig darauf einlassen. Das ist auch gut so. Denn es ist kein einfaches Thema. Das darf es meines Erachtens auch nicht sein. Insofern machen Sie es sich vielleicht ein wenig zu einfach, indem Sie das alles über einen Kamm scheren und pauschal verurteilen. Mit dieser Einstellung kommen wir bei den Werten vermutlich nicht weiter.

Schreibe einen Kommentar