Persönlichkeitstypen und Social Media – wer nutzt was?

Jennifer Julie Frotscher Potenzialanalysen & Persönlichkeitsprofile, Recruitment & Auswahl, Top Topics Leave a Comment

Der MBTI ist einer der verbreitetsten und bekanntesten Persönlichkeitsprofile der Welt. Fast jeder hat schon mal davon gehört, viele kennen ihren eigenen Typ und die damit verbundenen Persönlichkeitsmerkmale. Interessant ist die Frage, welcher der 16 Typen sich am ehesten in Netzwerken tummelt und wenn ja, in welchen. Das US-Amerikanische Unternehmen CPP, die den MBTI in ihrem Portfolio haben, hat eine Studie dazu herausgebracht. Die Ergebnisse sind allerdings kaum überraschend.

Die Typologie ist die Grundlage vom MBTI und aus Beobachtungen des Psychologen C.G.Jung entstanden. Die Typenlehre ist in ihren Grundzügen allerdings schon seit der Antike bekannt. Basis des Modells ist die Einteilung von Persönlichkeitseigenschaften in vier Funktionen (Denken/Fühlen, Sensing/Intuition), die jeweils mit den Attributen introvertiert oder extravertiert ergänzt werden. Durch die Weiterentwicklung von Briggs und Myers-Briggs sind zwei weitere Funktionen hinzugefügt worden (Perceiving/Judging). Es gibt bei diesem Modell also nur eindeutige Präferenzen, der MBTI zeigt auf, welche Funktion besonders häufig benutzt wird. Daraus lassen sich 16 Grundtypen ableiten.

Der MBTI in der Kurzübersicht

I oder E – Introversion oder Extraversion
Woher beziehen Sie Ihre Energie und wie tanken Sie auf? Extrovertierte Menschen fühlen sich wohl, wenn sie im Kontakt mit anderen Menschen sind und mit vielseitigen Situationen konfrontiert werden. Ein introvertierter Mensch ist dagegen eher nach innen konzentriert und bekommt Energie, wenn er allein ist und zu sich selbst kommen kann.

N oder S – Intuition oder Sensing
Die Wahrnehmungsfunktion beschreibt, wie Menschen Informationen aufnehmen und verarbeiten. S findet über die fünf Sinne statt – Geschmack, Berührung, Geruch, Sehen und Hören. Hier geht um die konkreten Einzelheiten von Informationen oder Situationen. Die Intuition achtet eher auf das Ganze als auf einzelne Teile und ist daher eher als sechster Sinn zu beschreiben.

F oder T – Feeling oder Thinking
Hier geht es um die Frage, wie Entscheidungen getroffen werden. Die T-Funktion beschreibt eine eher analytische, rationale und logische Herangehensweise. Gesetze, objektive Distanz und gedachte Fakten stehen im Vordergrund. Das F hingehen setzt subjektive, emotionale und persönliche Werte im Entscheidungsprozess ein. Innere Anteilnahme, persönliches Verständnis und soziale Kriterien sind wichtig.

J oder P – Judging oder Perceiving
Hier geht es darum, Eindrücke der Umwelt zu strukturieren bzw. weitere Eindrücke aufzunehmen. Der Perceiver ist permanent offen für neue Eindrücke. Getroffene Entscheidungen oder Pläne werden gern von neuen Informationen überlagert. Konsequenz ist Spontanität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, aber auch Ablenkbarkeit. (perceiving). Die Entschiedenheit des J-Typen, der sofort in der Lage ist, ein Urteil abzugeben und daraus einen Plan zu entwickeln steht dazu im Gegensatz.

Welche Persönlichkeitstypen nutzen Social Media am meisten?

Es liegt auf der Hand: F-Typen verbringen in allen Netzwerken am meisten Zeit im Austausch mit anderen Menschen und Netzwerkpartnern. S- und T-Typen kommunizieren gezielter und reduzierter.
Allerdings werden die verschiedenen Netzwerk ganz unterschiedlich genutzt:

  • Facebook wird durchschnittlich von 65% aller Typen genutzt. Dabei liegen die Extrovertierten mit 69% ganz vorn, dicht gefolgt von den Intuitiven mit 68%. Der ENFJ ist mit 75,5% der Typ, der sich am häufigsten bei Facebook sehen lässt
  • LinkedIn wird ebenfalls vor allem von Extrovertierten (40%) und Intuitiven (41%) genutzt. Hier ist der ENTJ Typ mit knapp 54% Spitzenreiter
  • Twitter liegt insgesamt in der Nutzung weit hinten. Mit 13% sind die intuitiven Nutzer hier die größte Gruppe.

Alle Ergebnisse finden hier in der Übersicht:



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Bild oben: hoperan / 123RF Stock Foto

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