Kopf oder Bauch – rationales vs. intuitives Entscheiden

Jan Raisch Führung & Persönlichkeit Leave a Comment

Wir alle erfahren tagtäglich Situationen in denen wir uns entscheiden müssen. Dieses Entscheiden reicht von der Auswahl der Klamotten für den Arbeitstag bis hin zu Entscheidungen, die unser Leben mittel-, langfristig oder für immer beeinflussen.
Für anstehende Entscheidungen gelten immer gewisse Voraussetzungen:

  • Sie haben Alternativen zur Auswahl
  • Sie kennen die Folgen Ihrer Entscheidung oder auch nicht
  • Sie treffen Ihre Entscheidung, bevor Ihnen der Spielraum für diese genommen wird, ob nun innerlicher oder äußerer Spielraum
  • Sie haben die Absicht, im Zuge Ihrer Entscheidung auch zu handeln

Zur Möglichkeit, überhaupt entscheiden zu können, bedarf es zwei essentiellen Grundlagen, die Sie haben sollten. Das ist zum einen  eine gewisse Entscheidungssicherheit.
Diese Sicherheit entsteht im Laufe Ihres Lebens durch bewusstes Lernen. Hierdurch entwickeln wir ein wissen-spezifisches Vermögen Urteile zu treffen. Aus diesen Urteilen heraus entscheiden wir auf rationalem Wege! Zum anderen gibt es dann noch die Entscheidungsfreudigkeit.
Diese haben Sie aus einem Bewusstsein, über sich selbst, Ihre Ziele, Bedürfnisse, Wünsche  und so weiter. Dazu kommt eine optimistische Grundhaltung gegenüber Entscheidungen an sich. Entscheidungsfreudigkeit basiert im Gegensatz zur Entscheidungssicherheit größtenteils auf emotionalen Faktoren.
Diese beiden persönlichen Grundlagen zur Entscheidungsfähigkeit beeinflussen sich, blockieren sich, lassen sich aneinander aufbauen und voneinander abwägen.

Das Ratio-Ich

Entscheidungen werden rational getroffen, wenn Sie als Basis ein Ziel oder einen Entscheidungsbedarf erkennen, die Problemursachen einschätzen und abwägen, daraus Lösungsmöglichkeiten mit Nutzeffekten erkennen und entwickeln, dabei Risiken mit beachten und in der Entscheidungsfolge die Erkenntnisse aus den Folgen Ihrer Entscheidung zu Erfahrungen für weitere Entscheidungen verarbeiten.

Das Intuitiv-Ich

Emotional treffen Sie Entscheidungen durch Ziele, Wünsche, Visionen und Träume. Sie haben Erfolgsmotivation, Verantwortungsbewusstsein und zeigen Zuversicht. Aus einer Risikobereitschaft erwächst die Freude an der Entscheidung und äußert sich in Tatkraft.  Intuition erwächst aus unbewusstem, in Bruchteilen von Sekunden geschehendem Abwägen von Erfahrungen, Hoffnungen, Glaube und persönlicher Sozialisationsgeschichte. Intuition ist unser Bauchgefühl, das sich in Entscheidungsprozessen zu Wort meldet und keineswegs mit Wagemut oder ähnlichem verwechselt werden sollte. Es ist oft einfach die richtige Entscheidung!

Und auch wenn sich Entscheidungen, ob nun mit rein persönlicher Auswirkung oder getroffen durch eine Führungskraft in Ihrer Abteilung, als nicht optimal herausstellen, so bieten Sie doch immer das Potenzial daraus zu wachsen und sich weiter zu entwickeln.

Seien Sie mutig, treffen Sie Entscheidungen auch mit dem Gedanken, sich mal zu irren.

Entscheiden Sie aus sich heraus und nicht aus Umständen, die andere Menschen oder Strukturen vorgeben.
Seien Sie sich sicher, dass Sie in Ihren Entscheidungen nicht determiniert sind, nicht von anderen Menschen abhängig sind oder sich so fühlen!

Hinterfragen Sie sich und Ihre Entscheidungen. „Warum war ich erfolgreich? Warum war diese Entscheidung vielleicht so, dass ich das nächste Mal anders entscheide? Was hat mich in meiner Entscheidung beeinflusst, war das für mich gut so?“

Ich wünsche Ihnen eine entschieden schöne Woche!
Jan Raisch, Raisch & Voelcker Coaching-Training-Bewegung.

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