Ich mache das eben selbst

Jan Raisch Coaching & Entwicklung Leave a Comment

Kann man behaupten, dass sich heutzutage immer noch nur wenige Unternehmen um Ihre Mitarbeiter mit einem ganzheitlichen Human Resource Konzept bemühen? Ich meine ja! Wer in der Branche Human Resource oder wer als Business Coach oder Gesundheitsförderer tätig ist, und auftragstechnisch gut ausgelastet, wird vielleicht etwas anderes wahrnehmen. Objektiv ist, dass Human Resource Management, im Vergleich zur Gesamtmenge der im Bundes-Handelsregister gemeldeten Unternehmen, sich leider noch nicht durchgesetzt hat.

Dies hat mehrere Gründe, die hier nicht alle behandelt werden sollen. Allerdings sei Kritikern, die sagen, dass Personalentwicklung heute in jedem halbwegs erfolgreichen Unternehmen implementiert sei, erklärt, dass eine funktionierende Personalentwicklungsabteilung noch lange kein ganzheitliches Human Resource Management darstellt.

Viele Unternehmen und dazu zähle ich heute auch bewusst Sozialdienstleistungsunternehmen – dies geschieht aus einem aktuellem Input durch einen unserer Klienten – setzen immer noch auf das Prinzip „Alles für den Kunden, ist der Kunde zufrieden stimmt auch der ökonomische Erfolg“. Das mag auch so funktionieren, eine Zeit lang. Doch es sind Zeiten, in denen am Arbeitsplatz verursachte Erkrankungen immer häufiger werden. Unmut, Unsicherheit und fehlende Motivation nehmen auf Grund wirtschaftlicher Unbeständigkeit zu. Wir als Individuen sollten es nicht mehr hinnehmen, als humanes Kapital zu gelten – unsere innere Balance sollte uns wichtiger erscheinen. Es wird für modern denkende Unternehmen Zeit, weg von einer reinen Kundenorientierung und hin zu einer Mitarbeiterorientierung zu switchen.
Hoher Wettbewerb und steigendes Arbeitnehmerbewusstsein über „die Wichtigkeit der eigenen Person“ müssen Unternehmen dazu veranlassen, attraktiv zu sein.
Bis es soweit ist, dass Unternehmen Ihre Perspektive gegenüber ihren Mitarbeitern verändern oder erweitern, könnte man sich eben als einer dieser Mitarbeiter zuerst einmal selbst um sich kümmern.

Die Erkenntnis, dass ich als Mensch nicht meine Umwelt verändern oder beeinflussen kann, sondern nur mich selbst, ist die Basis zur Entwicklung.

Äußere Umstände können negativ und positiv auf unser allgemeines Befinden wirken. Sie können uns antriebslos, unsicher, verärgert, demotiviert machen. Sie können uns aber auch glücklich, energiereich, motiviert, wach und selbstsicher machen.

Entscheidend für das Wirken unserer Umwelt ist dabei unsere eigene, innere Wahrnehmung, unsere Ziele, Bedürfnisse, Glaubenssätze u.a.. Wir können die Wirkung der Umwelt auf uns steuern. Dies gelingt durch das Bewusstsein, eine eigenständige Person zu sein, durch unser Identitätsbewusstsein.

Wenn Ihre persönlichen Strukturen nicht zu den Strukturen Ihrer Umwelt passen, ist es Zeit, eine Negativwirkung durch unsere Umwelt nicht zu zulassen, dann ist es Zeit für Entwicklung.

Eine einfache Übung könnte Ihnen dabei helfen.

Sie stellen sich zuerst Fragen über Ihre bisherigen Strukturen:
-Welche Ziele habe ich im Leben, im Beruf?
-Welche Kompetenzen habe ich, was leitet mich, welche Visionen, Strategien und Prinzipien habe ich?
-Was davon benutze ich im Leben?

Danach stellen Sie sich Fragen zu Ihrer persönlichen Strukturveränderung:
-In welche Richtung haben sich meine Ziele, Wünsche und Bedürfnisse möglicherweise verändert?
-Inwieweit korrelieren diese Ziele, Wünsche und Bedürfnisse noch mit meinem Arbeitsplatz, meinem Lebensalltag?
-Inwieweit passen meine Kompetenzen, Visionen, Strategien und Prinzipien noch zu meinen aktuellen Zielen?

Entwicklung heißt dann, sich zu Fragen, welche persönlichen Veränderungen, welche Handlungsschritte erforderlich sind und diese umzusetzen. Seien Sie dabei auch mutig. Jede Veränderung macht zwar auch Angst, doch sie birgt immer die Chance auf etwas Neues, Ihrem Inneren passendes!

Ich wünsche Ihnen eine Woche mit innerer Balance
Jan Raisch, Raisch & Voelcker Coaching-Training-Bewegung.

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