Konfliktkosten nachhaltig senken

Harald Leng Coaching & Entwicklung Leave a Comment

Innerbetriebliche Konflikte in Unternehmen bis zu 100 Mitarbeitern verursachen jährliche Kosten bis von 100.00,– bis 500.000,– Euro. Mit einer neuen, speziell für den Mittelstand entwickelten Methode, lassen sich diese Konfliktkosten nachhaltig senken.

Konflikte lähmen. Sie kosten Energie, binden Kraft, die für andere Aktivitäten gebraucht wird, und sie beschäftigen einen permanent.
Im privaten, persönlichen Bereich weiß man das. Jeder hat direkt oder indirekt seine eigenen Erfahrungen gemacht.
Doch wie sieht es damit in der betrieblichen Praxis aus? Durch innerbetriebliche Konflikte entstandene Kosten, verloren gegangene Aufträge oder verhinderte Gewinne erscheinen in keiner Bilanz und in keiner G+V. Dabei verursachen solche internen Konflikte in mittelständischen Unternehmen jährliche Kosten zwischen 100.00,– bis 500.00,– Euro.
Dieses Ergebnis basiert auf einer wissenschaftlichen Studie der Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Regensburg und der FH Bern.
Das renommierte Hernstein Institut für Management Leadership in Wien hat kürzlich mit einer neuen Studie nachgelegt: in deutschen Mittelstandsunternehmen sind ca. 15% der täglichen Arbeitszeit für interne Konflikte gebunden.
Österreichs größtes unabhängiges Manager-Netzwerk, das Wirtschaftsforum für Führungskräfte (WdF), hat in einer aktuellen Studie ermittelt, dass der Anteil der Konflikte beladener Arbeitszeit von 20% im Jahr 2011 auf 21% in 2012 gestiegen ist, was einer prozentualen Steigerung von 8% entspricht.

Wo liegen die größten Kosteneinspar-Effekte:
Beim Klopapier, den Druckpatronen oder bei den Konfliktkosten?

Mittelständische Unternehmen haben gelernt an der Kostenschraube zu drehen. Zumeist effektiv, mitunter aber auch mit absurden Resultaten. Das vornehmliche Einsparpotenzial bei kopierten Word- oder Windows-Lizensen, das Do-it-yourself recyceln von Druckerpatronen oder die Umstellung auf recyceltes Klopapier hat meist zu Verschärfung der bereits bestandenen internen Konflikte geführt.
Anstatt man den Stier dort bei den Hörnern gepackt hätte, wo wirkliche, nachhaltig spürbare Kosteneffekte erzielt werden können. Denn egal, ob 100.000,– oder 500.00,– Euro im Jahr, egal ob 15% oder 21% Verlust an effektiver, aber bezahlter Arbeitszeit, soviel steht fest:
die durch interne Konflikte entstandenen Kosten, belasten mittelständische Unternehmen in einem weit höheren Ausmaß als es durch andere Sparansätze kompensiert werden könnte.

Was kann man tun, um diese Konfliktkosten zu vermeiden oder zu reduzieren?

Konfliktvermeidung ist auf jeden Fall keine Lösung. Harmoniestreben und Konfliktscheue helfen nicht. Der Preis der Konfliktvermeidung ist meist hoch. Denn notwendige Auseinandersetzungen finden nicht satt. Dadurch werden erforderliche Korrekturen verschleppt. Das Unternehmen kann sich nur verzögert – und häufig zu spät – an veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen anpassen.
Im Übrigen: ein Leben ohne Konflikte, weder im Privat- noch im Berufsleben, gibt es nicht. Im Gegenteil: es ist davon auszugehen, dass durch zunehmenden Wettbewerbsdruck mehr Konflikte auf uns zu kommen werden.

Was dann? Die einschlägige Experten-Meinung – zuletzt dokumentiert in dem Gesetzentwurf vom 15.12.2011 im deutschen Bundestag (Drucksache 17/5335) – lautet: Mediation. Mediation ist ein anerkanntes, vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Konfliktparteien mit Hilfe eines Mediators freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konfliktes anstreben. Der Mediator ist in diesem Prozess eine unabhängige und neutrale Person – ohne jegliche Entscheidungsbefugnis – die die Parteien durch die Mediation führt.
Mediation ist im Mittelstand bekannt und wird auch häufig eingesetzt, z.B. bei Baustreitigkeiten, Lieferantenauseinandersetzungen oder bei Konflikten mit öffentlichen Auftraggebern.
Doch nicht – oder kaum – für die Bewältigung eigener interner Konflikte.

Während große Unternehmensorganisationen längst aufgerüstet haben, z.B. EON, SAP, Telekom, Deutsche Bank, Siemens etc., steckt die Konfliktbewältigung in mittelständischen Unternehmen mittels Mediation noch in den Kinderschuhen.
Warum ist das so? Diejenigen Unternehmen, Inhaber und Führungskräfte, die sich mit dem Thema Konfliktlösung befasst haben, haben häufig Angst davor, Mediation einzusetzen.
Die Angst sich öffnen zu müssen. Möglichweise Fehler einzugestehen oder eine Blöße zuzugeben. Angst, Gefühle auszusprechen oder gar erläutern zu müssen. Mehr noch: die Angst, als Macher und Unternehmer überhaupt einen Konflikt zu haben, den man selbst zu lösen, nicht in der Lage ist. Wahrscheinlich auch die Angst, mit eignen Fehlern konfrontiert zu werden.
Verständlich! Wer stellt sich schon morgens vor den Spiegel und fragt „gut gelaunt und selbst überzeugt“: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der größte Konfliktverursacher im Land?“

Neuer Ansatz: die pragmatische Leng & Mattern Methode
Die Praxis erfahrenen Unternehmensberater und Coaches Harald Leng und Bernd Mattern – beide zertifizierte Wirtschaftsmediatoren – haben eine neue, handlungsorientierte Methodik für mittelständische Unternehmen entwickelt.
Das Neue daran: nicht Konfliktursachen oder die Konfliktparteien stehen im Fokus, sondern das Unternehmen.
Denn im Grunde ist das Unternehmen der Patient. Das Unternehmen ist durch die Konflikte krank geworden. Das Unternehmensergebnis wird belastet durch die Kosten von Fehlzeiten, Krankheitstagen und Versäumnissen. Das Unternehmen muss die Verluste tragen.

Mit einer speziell für den Mittelstand entwickelten Interview- und Diagnosemethode „durchleuchten“ Leng & Mattern das Unternehmen aus Sicht aller am Konflikt beteiligten Menschen.

Meist sind das die Geschäftsleitung, Führungs-Teams, Betriebsrat, Fachgruppen, mitunter werden auch Lieferanten und Auftraggeber hinzugezogen.
Dabei ist sichergestellt, dass aufgrund der strukturierten und systematischen Vorgehensweise alle Beteiligten die gleichen Fragen gestellt bekommen und sich zu den Konfliktthemen authentisch äußern können. Ärger, Frust, persönliche Verletzung und Ängste nicht ausgenommen, doch immer gleichrangig mit der Ebene, was gemeinsam verbindet und stärkt.

Ziel dabei ist es, für das Unternehmen eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung zu finden.

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