Grundbedürfnis nach Gerechtigkeit

Jennifer Julie Frotscher Coaching & Entwicklung, Forschung & Psychologie, Führung & Persönlichkeit Leave a Comment

Neurobiologen haben bestätigt, was Sozialwissenschaftler schon wissen: Das Gefühl für Gerechtigkeit ist nachweislich im Gehirn verankert, genau genommen sitzt es im Striatum und im präfrontalen Cortex.
„Schon das sehr kleine Kind entwickelt – wahrscheinlich gegen Ende des zweiten Lebensjahres – ein Urbedürfnis nach Gerechtigkeit“, sagt Léon Wurmser, der weltweit anerkannte Schweizer Psychoanalytiker. Das Areal im Gehirn mit dem Namen Striatum ist beim Gefühl der Ungerechtigkeit besonders aktiv. Ebenso bei Rachegedanken, Rache ist demnach der Wunsch, ein gestörtes Gleichgewicht wiederherzustellen.

Anscheinen war bisher unklar, ob die Menschen tatsächlich eine Abneigung gegen Ungleichheiten haben könnten oder ob sie „nur“ um ihr soziales Image fürchten. Diese These erscheint mir zwar befremdlich angesichts der mehrfachen Beobachtung deutlich ausgeprägten Gerechtigkeitssinns bei Kindern – aber gut – letztlich ist die Wissenschaft angetreten, um Dinge zu beweisen, die wir – meistens – eh schon wissen, nur auf einer anderen Ebene. Der Artikel bei Spiegel.de ist auf jeden Fall lesenswert.


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